Devlog
Warum dieser Port auf Pimcore 12 läuft und nicht auf 11
5. August 2026 · Lesezeit 2 Minuten
Die kurze Antwort: weil 11 in gut einem Jahr aus dem Support fällt und jeder Tag, den man den Sprung aufschiebt, ihn teurer macht. Die längere Antwort ist interessanter, weil sie wenig mit Pimcore zu tun hat und viel damit, wie man einen Umzug plant, der im Betrieb niemandem auffällt.
Ausgangslage war ein Auftritt, der auf einer statischen Seite lief und ein CMS bekommen sollte — ohne dass Inhalte, Struktur oder Gestaltung dabei neu erfunden werden. Genau das ist der Fall, in dem eine Migration schiefgeht: Es gibt keinen sichtbaren Fortschritt, an dem man sich festhalten kann, und deshalb die Versuchung, unterwegs noch etwas umzubauen.
Was zuerst kam
Vor der ersten Zeile Code stand der Komponentenkatalog. Nicht aus Ordnungsliebe: Solange zwei Stellen entscheiden dürfen, wie eine Überschrift aussieht, gibt es zwei Wahrheiten, und die dritte kommt mit dem nächsten Brick. Ein Katalog, der dieselben Twig-Dateien rendert wie der Server, macht daraus eine.
Was der Redakteur davon sieht
Vom Katalog merkt im Alltag niemand etwas. Sichtbar ist das Bearbeitungsfeld: pro Baustein ein Panel mit genau den Feldern, die die Komponente auch wirklich anbietet — und mit keinem einzigen darüber hinaus.
Denn ein Auswahlfeld, das nichts verändert, ist schlimmer als ein fehlendes: Wer es benutzt, kann kaputt nicht von missverstanden unterscheiden. Wo eine Komponente keine dunkle Fassung hat, steht deshalb auch keine Auswahl dafür im Panel.
Was ich anders machen würde
Die Bricks zuletzt auf die Atome umzustellen war die falsche Reihenfolge. Solange die alte Startseite ihre eigenen Werte mitbringt, steht neben jedem neuen Baustein ein alter, der fast gleich aussieht — und „fast" ist genau die Sorte Unterschied, die niemand im Review bemerkt und alle im Ergebnis sehen.
Und: früher gegen die echte Datenklasse fahren. Ein selbst geschriebener Platzhalter testet die eigenen Annahmen, nicht die Wirklichkeit — deutsche Komposita, leere Pflichtfelder und Kunden ohne Freigabe kommen alle erst dann vorbei, wenn man mit echten Objekten arbeitet.
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